Ritterfreizeit 2025
06. Juli 2025
Am Morgen des 6. Juli trafen sich 33 Kinder und fünf Betreuer am Parkplatz der Schwimmhalle in Wernigerode, um gegen 9:00Uhr zum Schloss in Altenhausen aufzubrechen. Nach der Ankunft mussten alle beim Ausladen mitanpacken, denn für die Ausbildung der Burgfräulein und Ritter brauchten König Hoffel und sein Gefolge eine ganze Menge Utensilien. Nach
einer kurzen Stärkung zum Mittag, konnte es dann mit der Ritterfreizeit richtig losgehen.
Zunächst mussten die Kinder wertvolle Gegenstände, wie Schwerter, Kronen oder Schmuck zum König schmuggeln. Dabei mussten sie geschickt an einigen gierigen Zöllnern vorbeikommen. Nach dem Kaffee ging es weiter mit einer kleinen Reiteinweisung, bei der zwei Kindern je ein Pferd zugewiesen wurde und die Grundlagen gezeigt wurden. Im nächsten Spiel ging es darum, einem Drachen magischen Schlafsand zu bringen, damit dieser endlich einschlafen konnte. Nach dem Abendbrot wurde dann mit Gummibärchen gehandelt. Dabei mussten Gummibärchen bei einem Händler möglichst günstig eingekauft werden um sie später bei der Bank für 10€ verkaufen zu können. Ziel war es, so viele Gummibärchen wie möglich an die Bank zu verkaufen, ohne beim Handeln von der Polizei erwischt zu werden. Die Nachtruhe begann um 22:00Uhr, also kehrte (wie sollte es auch anders sein) erst ab 23:30Uhr wirklich Ruhe ein ;-)
07. Juli 2025
Am Montag hieß es ab 7:30Uhr aufstehen, damit alle pünktlich gegen 8:00Uhr zum Frühstück da waren. Gut gestärkt begann ab 9:00Uhr für alle die Reitausbildung, da jeder Ritter und jedes Burgfräulein natürlich Reiten können sollte.
Zunächst musste ohne Sattel geritten werden, damit die Kinder ein besseres Gefühl auf den Pferden bekamen. Nach dem Mittag schlüpften die Betreuer in die Rolle von Dorfbewohnern und beschuldigten sich gegenseitig für einen Mord verantwortlich zu sein. Die Kinder mussten sich für einen der Dorfbewohner entscheiden, der für die Tat verantwortlich gemacht werden sollte. Anschließend wurde eine Wald-Elfin gefunden, die es zu heilen galt. Dafür mussten die Kinder Gegenstände geschickt tauschen, sich aber gleichzeitig auch vor dem bösen Ork in acht nehmen, denn dieser konnte sie versteinern. Nach einer kurzen Kaffeepause wurden dann verschiedene Angebote gleichzeitig durchgeführt. Die Kinder konnten mit Larpwaffen kämpfen, Werwolf spielen, in den Streichelzoo gehen oder Tischtennis spielen. Anschließend gab es Abendbrot, doch schon kurz danach brach das Vogelgrippevirus aus, was alle Betreuer in Vögel verwandelte. Dies hatte natürlich auch Auswirkungen auf die abendlichen Spiele. So gab es jetzt kleine Aufgaben wie z.B. Eier werfen, Hühner schießen, Eier hochwerfen und wieder fangen oder ein Ei möglichst sturzsicher verpacken. Danach hieß es: Gute Nacht für die jungen Ritter- und Burgfräuleinanwärter.
08. Juli 2025
Nach zwei anstrengenden Tagen musste heute erstmal etwas Frühsport her, damit die Kinder richtig wach wurden. Dafür wurde eine Runde Macarena getanzt. Danach ging es mit der Reitausbildung weiter. Diesesmal traute sich schon ca. die Hälfte der Gruppe alleine zu reiten. Nach dem Mittag hieß es für alle: „Schuften für den Pharao“. Ziel war es einen möglichst hohen Turm, aus Legosteinen und Holzklötzen, zu bauen. Zunächst musste eine kurze Sportübung gemacht werden, dafür bekamen die Kinder dann eine Säge, einen Kessel oder eine Sichel. Diese konnten im Wald gegen Bäume getauscht werden, in der Lehmgrube gegen Lehm und auf dem Feld gegen Stroh. In der Ziegelbrennerei wurden dann Legosteine aus Lehm und Stroh hergestellt und in dem Sägewerk wurden die Bäume zu Holzklötzen verarbeitet.
Anschließend konnten sich die Kinder ihre Zeit etwas freier gestalten. Es konnte wieder Tischtennis gespielt werden, aber auch Geschicklichkeitsspiele oder Sportspiele, bei denen man als Gruppe zusammen arbeiten musste, waren sehr beliebt.
Nach dem Abendbrot musste der mürrische Mr. McNugget von seinem Goldfieber befreit werden. Die Aufgabe der Kinder bestand darin, Gold auf dem Grundstück zu finden und dies beim Apotheker gegen Medizin einzutauschen, um das Fieber zu senken. Fand Mr. McNugget jedoch selber Gold, stieg sein Goldfieber wieder an. Um den Tag gut ausklingen zu lassen,
trafen sich alle ab 21:00Uhr am Lagerfeuer und spielten verschiedene Koordinationsspiele. So wurde zum Beispiel ein Tennisball, nur mit dem Kinn, einmal im Kreis herum gegeben. Anschließend wurde gemeinsam gesungen. So erschalten in den Mauern des Schlosses Lieder wie: Der Puls von Frau Schulz, Meine Tante aus Kalkutta, Das Schwimmerlied und
Vater Abraham. Gegen 22:00Uhr waren dann alle pünktlich zur Nachtruhe müde.
09. Juli 2025
Am Mittwoch gab es für den Langschläfer-Betreuer Marek, Frühstück am Bett, da er einfach nicht aufstehen wollte. Anschließend wurde mit den Pferden das erste Mal durchs Gelände geritten, zwar gab es viele „Pinkelpausen“ für die Pferde, aber es hatten trotzdem alle ihren Spaß. Nach dem Mittag gab es eine kleine Erholungspause, um später etwas außerhalb des Schlosses „Ein Trank für den König“ spielen zu können. Bei diesem Spiel mussten die Kinder wieder Gegenstände bei verschiedenen Personen tauschen, um einen Trank für den König brauen zu können. Auch ein Loblied für den König wurde gedichtet. Nach dem etwas verspäteten Kaffee sollten die Kinder herausfinden, wer den goldenen Schuh des Prinzen gestohlen hat. Keine leichte Aufgabe, denn Dornröschen, Schneewittchen, Rotkäppchen, Aschenputtel, Frau Holle und die Hexe beschuldigten sich alle gegenseitig, dies getan zu haben.
Zum Abend gingen alle raus und es gab draußen frisch Gegrilltes, danach konnten die Kinder noch in die vom Schloss organisierte Disco. Ab 22:00 Uhr hieß es dann wieder Nachtruhe, doch nicht für die Betreuer …
10. Juli 2025
… denn diese haben über Nacht sämtliche Schuhe eingesammelt, an den Schnürsenkeln zusammengebunden und von Fenster zu Fenster aufgehängt. Da war das Gesuche am Morgen natürlich erstmal groß, aber nach einer Weile und einem kleinen Tipp wurden sie zum Glück gefunden. Mit den Schuhen an den Füßen ging es dann direkt los Richtung Stall. Dort sollten die Kinder zeigen, was sie die letzten Tage auf dem Pferd gelernt hatten. Es gab einen kleinen Staffel-Wettkampf, bei dem die Kinder in zwei Gruppen eingeteilt wurden, um dann mit je vier Pferden gegeneinander anzutreten. Nach dem Mittag wurde eine kleine Runde „Cluedo“ gespielt - es gab einen erneuten Mordfall auf dem Schloss. Um diesen aufklären zu können, konnten verschiedene Personen zu Tatort, Tatwaffe und natürlich zum Mörder befragt werden. Diese verrieten nach einer kurzen Sportübung, ob das jeweils Erfragte richtig oder falsch war. Anschließend folgte das „Mittelalter Handelsspiel“. Bei diesem mussten Waren von einem Händler in anderen Städten möglichst gewinnbringend wieder verkauft werden. Mit dem verdienten Geld konnten dann Ablassbriefe gekauft werden. Als alle am Kaffeetisch saßen, wurde noch kurz eine Runde Bingo gespielt, bevor es „Essen fassen“ am Kuchenbuffet hieß. Frisch gestärkt konnten sich die Kinder dann zwischen der Kampfausbildung und dem Streichelzoo entscheiden. Derweil liefen im Hintergrund bereits die Vorbereitungen für das am letzten Abend geplante Rittermahl. Nach dem Abendessen begann der Casinoabend, bei dem immer zwei Kinder gegeneinander spielten. Wer als erstes oder am besten das Spiel bewältigen konnte, gewann 100€, während der Verlierer immerhin 50€ bekam. Während einige Kinder das am Anfang des Spiels ausgezahlte Startguthaben von 50€ komplett verloren, schafften es einige ihr Geld erheblich zu vermehren. So hatte der beste Spieler am Ende 3.300€ in der kurzen Spielzeit verdient.
11. Juli 2025
An diesem Morgen hieß es: „ Frühstücken und ab in die Kostüme“, denn das Abschlussreiten musste selbstverständlich im Kostüm erfolgen. Der herrschaftliche Ausritt führte einmal durch das Schloss, was einige Paparazzi auf den Plan rief, schließlich sollte alles gebührend dokumentiert werden. Nach dem Mittag konnten einige Mutige auf den Turm des Schlosses steigen. Mit einer Höhe von ca. 40 Metern bietet er einen spektakulären Blick auf die Umgebung. Alle anderen fingen schon an, die Taschen zu packen.
Wer fertig war, konnte gemeinsam mit den anderen Rittern und Burgfräulein kleine Aufgaben absolvieren, wie z.B. ein Lied singen, sich gegenseitig tief in die Augen schauen und jemanden zum Lachen bringen.
Im Anschluss wurden alle in vier Gruppen aufgeteilt und bekamen Karten, mit denen sie wie beim Quartett gegeneinander antreten konnten. Ziel war es möglichst viele Karten als Gruppe zu sammeln. Da sämtlicher Kuchen von dem hungrigen Rittergefolge bereits aufgegessen wurde, gab es zum Kaffee für alle Eis.
Die abendliche Zeremonie begann damit, dass alle zum Burgfräulein oder zum Ritter geschlagen wurden. Im Anschluss gab es das festliche Ritteressen, bei dem alle mit den Fingern essen konnten. Sogar ein Gesandter aus Rom kam dafür vorbei, jedoch musste jemand seine Nachricht live ins Deutsche übersetzen.
Nach dem Abendbrot wurden sämtliche Tische abgedeckt, um genug Platz für das nachfolgende Programm zu schaffen.
Mithilfe von Bildern und einer kleinen Gesprächsrunde wurde die gesamte Woche reflektiert. Die Betreuer hatten einen kleinen Sketch vorbereitet und auch zwei Stand-Up-Theaterstücke gab es für die Kinder.
12. Juli 2025
Am Tag der Abreise hieß es natürlich pünktlich aufstehen. Vor dem Frühstück wurde schnell noch alles zusammengepackt, sodass die meisten Taschen schon rausgestellt werden konnten. Nach dem Frühstück wurde kurz durchgefegt und dann kam auch schon der Bus, der das gesamt Gefolge wieder nach Wernigerode bringen sollte. Nach dem alle Taschen verladen waren, ging es für alle mit etwas gemischten Gefühlen wieder gen Heimat. Natürlich wollte man seine Eltern und Geschwister wiedersehen, aber zu ein paar Tagen länger auf dem Schloss, hätte man sicher auch nicht nein gesagt.
Bereits nach der ersten Viertelstunde im Bus waren einige im Land der Träume und schwups waren wir wieder in Wernigerode, wo uns die Eltern schon sehnsüchtig erwarteten. Noch kurz die Taschen ausgeladen und das wars mit der Woche Ritter und Burgfräulein sein … aber der Termin fürs nächste Jahr ist zum Glück schon reserviert ;-)
Ein besonderes Dank geht an dieser Stelle an unsKönig Hoffel, der sich um die gesamte Planung und Organisation der Ritterfreizeit gekümmert hat und an sein Gefolge, die seine vielen tollen Spielideen und Wettkämpfe mit Freude und Begeisterung umsetzten.