1. Adventsschwimmfest - Halle Neustadt

Ein riesiges Team von mehr als 40 Sportlern des HSV Wernigerode 2002 machten sich am 1. Adventswochenende auf den Weg nach Halle Neustadt, um dort am 1. Adventsschwimmfest teilzunehmen.

Besonders aufgeregt dabei: Dwayne Kristof Kunth und Joseph Hartmann (beide JG 2015), für die dieser Wettkampf auch gleichzeitig Teil 1 des Aufnahmetests für die Sportschule ausmachte. Insgesamt 6x ging es für die beiden ins Wasser – alle 50m Strecken, die 200m Lagen und die 400m Freistil galt es zu absolvieren. Doch dazu später.

Der Wettkampf startete erstmal mit einem kleinen Pokal – den erhielt der Harzer Schwimmverein im Rahmen des Kids Cup 2025 für die Teilnahme an mehreren Sichtungswettkämpfen. Stellvertretend nahmen diesen die Trainer entgegen. Und dann ging es in den Wettkampf. Insgesamt fünf junge Sportler des Jahrgangs 2017 waren ebenfalls mit dabei und starteten teilweise das erste Mal auf der Langbahn. Über die 50m Freistil gelang dabei Valentin Kuhnhardt der Sprung auf den Silberrang, Anny Nicklisch holte Bronze über die 50m Rücken. Mit Platz 4 verpasste Franz Gloger nach einem tollen Rennen über 50m Brust nur knapp eine Medaille, genauso wie Valerie Koch mit Platz 6. Und auch Elena Leia Jung konnte sich mit Platz 8 über die 50m Rücken im starken Teilnehmerfeld der Mädchen in die Top 10.

Besonders starke Konkurrenz gab es für die JG 2015/2016, da alle Sportler der 4. Klasse, die nächstes Jahr an die Sportschule wollen, diesen zwei Jahrgängen angehören und alle angebotenen Strecken schwimmen müssen. Dennoch schafften im JG 2016 sowohl Almut Römling über die 50m Schmett als auch Peter Knobbe über die 50m Brust und Lennart Pelka über die 50m Freistil mit Bronze jeweils einmal den Sprung auf den Bronzerang. Leonie und Lukas Gallun schwammen beide mehrfach Bestzeit, leider reichte es ganz knapp nicht für eine Medaille – so wurde Leonie im bis zu 28 Schwimmerinnen starken Feld 5. Über die 50m Brust und Lukas schwamm sich mehrfach in die Top 10. Ida Emma Hotopp schwamm ebenfalls mehrere Bestzeiten und platzierte sich wie Lukas mehrfach in den Top 10. Wie der Jahrgang 2016 hatte auch der Jahrgang 2015 sehr viele Teilnehmer. Dwayne, der momentan schon zweimal die Woche extra nach Halle fährt und dort trainiert, um den Anschluss halten zu können schwamm ein super Rennen – Neben Gold über die 50m Freistil, 400m Freistil und 50m Schmetterling gab es noch Silber über die 200m Lagen und 50m Rücken und am Ende dadurch auch Platz 1 im Mehrkampf des JG 2015. Joseph gelang über die 200m Lagen eine Top 10 Platzierung. Ärgerlich lief es für Luis Droste, der im JG 2015 mit Platz 4 über die 200m Lagen denkbar knapp am Podest vorbeischrammte. Auch Jenke Tschirner hatte trotz Bestzeit keine Chance auf die Medaillenpodeste, schwamm sich aber in die Top 10 über die 50m Schmetterling, Matti Geist erschwamm sich zwei Bestzeiten im Mittelfeld. Bei den Mädchen ging Annika Flieger im JG 2015 an den Start. Im bis zu 30 Teilnehmerinnen starken Feld erschwamm sie sich mit Bestzeiten auf allen Strecken Plätze im guten Mittelfeld.

Im Jahrgang 2014 konnte dann vor allem Rike Jennert mit Medaillen punkten. Neben Silber über die 50m Rücken gab es noch Bronze über die 50m, 100m und 400m Freistil. Auch Andrej Stoica erschwamm sich Bronze im JG 2014 über die 100m Freistil. Mit mehreren Top 6 Platzierungen war Pauline Hennig vorbei – am beeindruckendsten dabei Platz 4 über die 50m Brust. Clara Kumpe schwamm sich ebenfalls viermal in die Top 6 und hatte mit Platz 4 über die 50m Schmetterling ihre beste Platzierung. Lisa Zacharias brachte eine tolle neue Bestzeit über die 50m Rücken ins Wasser und platzierte sich damit in den Top 10.

Der Jahrgang 2013 war nicht nur bei den Harzern stark besetzt, starteten neben Sportschülerin Nele Schupp hier doch auch Amalia Kuhnhardt, Lucy Born, Henri Wagner, Ole Hilbert, Lennard Fricke, Marvin Krebs und Anton Prescher für den HSV 2002 e.V. Ein Kopf an Kopf Rennen lieferten sich Marvin und Ole über die 50m Brust, das am Ende Ole in 0:45,11 denkbar knapp vor Marvin (0:45,12) gewann – dies bedeutete Bronze für Ole. Über die 50m Schmetterling schaffte er dann sogar den Sprung auf Platz 1. Auch Freistilspezialist Anton hatte seine Nerven diesmal besser im Griff und siegte sowohl über die 50m als auch die 100m Freistil im JG 2013. Henri holte gleich einen kompletten Medaillensatz – nach Gold über die 50m Rücken gab es noch Silber über die 50m Freistil und Bronze über die 50m Schmetterling. Marvin und Lennard schwammen sich jeweils in die Top 6 des Jahrgangs. Bei den Mädchen war die Konkurrenz noch größer – gesundheitlich angeschlagen erschwamm sich Freistilspezialistin Amalia über die 50m Freistil in neuer Bestzeit jedoch Bronze und Lucy holte sowohl über die 50m Rücken als auch die 50m Schmetterling Bronze. Sportschülerin Neele holte 2xGold und 2x Silber.

Im Jahrgang 2012 ging dann auch ihre ältere Schwester Lotte an den Start. Nach längerer Trainingspause schwamm sich die ebenfalls an der Sportschule trainierende Sportlerin an ihre Bestzeiten heran und holte 4x Gold. Bei den Herren startete Bennet und zeigte vor allem auf den Freistilstrecken seine momentane Stärke – 1xGold, 2x Silber und 1xBronze und jeder Start eine Medaille. Auch im JG 2011 war mit Vico Mamier ein Freistilspezialist dabei. Mit herausragenden Zeiten sicherte sich der Sprinter mit Gold, Silber und 2x Bronze auch bei jedem Start eine Medaille.

Teamkollegin Kimi Hechler zeigte im JG 2011 ebenfalls sehr gute Leistungen, die verdient mit 2xGold und 1xBronze geehrt wurde – vor allem auf der langen 400m Strecke zeigt sich, dass Kimi zunehmend auf die längeren Distanzen geht. Und dann waren da noch die älteren Schwimmer Mia Helmholz (JG 2010), Quentin Jennert (JG 2009), Amy Hentschel und Jan Lukas Lehmann (JG 2008), Marek Streve (JG 2007) und Frederike Mätzing (JG 2006).

Alle starteten in der Wertung Jahrgang 2010 und älter und alle zeigten gleich auf den ersten Strecken Bestzeiten und schwammen sich auf die Medaillenränge.

Umso irritierter waren alle, als es dann keine Ehrung gab. Und dieses Erstaunen wendete sich dann in Wut als der Veranstalter erklärte, dass diese Wertungsgruppe gar keine Ehrung erhalten würde, also keine Medaillen, keine Urkunden, nichts. Das war nicht nur für die Sportler ein Schock, sondern auch für die Trainer, die das in 30 Jahren Schwimmsport noch nie erlebt und so auch nicht aus der Ausschreibung hervor gelesen hatten. Vor allem, da natürlich auch dasselbe Meldegeld für die älteren Sportler zu zahlen waren. Kurz erwogen die Sportler für sich einen Abbruch des Wettkampfs, entschlossen sich aber dann dennoch durchzuziehen. Allerdings dennoch mit einer kleinen Protestnote. So waren Marek und Jan über die 50m Freistil im schnellsten Lauf nebeneinandergesetzt. Beide liehen sich von den Mädchen bunte Badekappen und starteten dann mit einem tollen Bauchklatscher ins Wasser – danach schwammen sie gemütlich im Freizeitstil mit Kopf über Wasser anstatt Freistil Brust (was erlaubt ist). Beim Verlassen des Wassers konnte man dann auf ihrem Rücken den Schriftzug lesen: Wo ist meine Medaille! Da das Schwimmen an sich so wettkampfkonform war, gab es auch keine Konsequenzen und die Sportler hatten einen – in den Augen der Trainer berechtigten – Protest gesetzt.

Eine Leistung sollte immer geehrt werden und es widerspricht jeglichem Sportsgeist eine Altersgruppe davon auszuschließen – vor allem, ohne dies vorab klar anzugeben. Danach setzten die Sportler aber den Wettkampf bis zum Ende durch und gaben auf den restlichen Strecken auch alles – Chapeau dafür. Um eine angemessene Ehrung werden sich jetzt die Trainer zu Hause kümmern – schade, dass es nötig war.

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